Rote Schamfrist
Von Jürgen Dieter Ueckert
In Hessen müssten die beiden Spitzenkandidaten Roland Koch (CDU) und Andreas Ypsilanti (SPD) eigentlich zurücktreten - wenn man die Verhältnisse nach der Landtagswahl am Sonntag betrachtet. Denn beide haben ihr Ziel, eine Regierungsmehrheit zu bilden, nicht erreicht. Aber wir leben in Deutschland. Im Wahlkampf und jetzt bei der Regierungsbildung in Niedersachsen und Hessen stehen sich zwei Lager gegenüber: der bürgerliche Block (aus CDU und FDP) und das linke Lager (aus SPD, Grüne und Linke). Im Norden stehen Bürgerliche mit 50,7 Prozent und Linke mit 45,4 Prozent gegenüber. Und in Hessen: 46,2 Prozent CDU/FDP gegenüber 49,3 Prozent SPD/Grüne/Linke. Damit dürfte alles klar sein: In Niedersachsen regiert der CDU-Mann Christian Wulff, und in Hessen regiert Andrea Ypsilanti mit einer rot-rot-grünen Koalition. In Hessen ziert die SPD sich mit den Linken - und die Grünen auch. Obwohl in Berlin und Meck-Pomm rot-rote Bündnisse funktionier(t)en. Warten wir die rote Schamfrist ab - oder andere seltsame Möglichkeiten.
Sonntag, 8. März 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen