Bruch mit der unseligen Hauptstadt-Tradition
Von Jürgen Dieter Ueckert
Berlin als deutsche Hauptstadt war seit 1871 nicht nur, aber auch ein Kasernenhof, dessen Kadavergehorsam des Weltmacht spielenden kleindeutschen Hohenzollernreichs die deutsche Götterdämmerung vorzubereiten half.
Berlin als deutsche Hauptstadt war danach nicht nur, aber auch Tummelplatz und Wasserkopf linker, rechter und vor allem mittelmäßiger Politik der fiebernden Weimarer Republik, die geistige Brutstätte für die Schlachthöfe des mörderischen Naziregimes, die hochsubventionierte Frontstadt des Westens und grausame Verwaltungsmetropole des verbrecherischen SED-Regimes.
Bonn dagegen steht für mehr als 40 Jahre parlamentarische Demokratie in Deutschland und für die Tradition eines gesamtdeutschen Rechtsstaates der Paulskirche.
Zugegeben – eine harsche Begründung für die demokratische Tradition der Bonner Bundesrepublik Deutschland, eine Begründung, die gegen ein Deutschland autoritärer und zentralistischer Prägung mit Wasserkopf-Kapitale Front machen will.
Berlin ist Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland Ost und West, wie im Einigungsvertrag festgelegt. Noch ist Bonn Regierungs- und Parlamentsitz für das gesamte Deutschland.
Aber das neue, 1990 entstandene Deutschland hätte jetzt einen Bruch mit einer unseligen Berliner Hauptstadt-Tradition nötig, weil die Bundesrepublik Deutschland mit ihrer kurzen Tradition westlicher Prägung von Demokratie in Staat und Gesellschaft erfolgserprobt und zukunftsversprechend ist.
Was interessieren da Sonntagsreden von Politikern aus der Nachkriegszeit in der alten Bundesrepublik, die heute nur noch das sind, was sie immer waren: eben Sonntagsreden. Die Zeiten wandeln sich. Und der Alltag in der neuen Bundesrepublik Deutschland hat uns schon längst eingeholt.
Deutschlands Zukunft ist auf den Werten jener erfolgreichen, westlich orientierten deutschen Politik gegründet, für die Bonn steht.
Das verpflichtet – für den gesamtdeutschen Regierungs- und Parlamentsitz in Bonn. Und daneben haben wir ja noch die vertraglich festgelegte deutsche Hauptstadt und Metropole Berlin.
Der Autor ist Leitender Redakteur Aktuell bei Radio Regional Heilbronn.
Heilbronner Stimme, 22. Juni 1991
Dienstag, 1. Dezember 2009
Freitag, 20. März 2009
echo-Lot
Gewohnheit
Von Jürgen Dieter Ueckert
Dir einen Kuss geben? Da könnte ich ja auch gleich einen nicht ausgewaschenen Aschenbecher ausschlecken. Brüllte die resolute Blondine - in einem ironischen Antiraucher-Filmchen. So wird plump gegen das Rauchen Front gemacht. Fast in Westeuropa ist seit geraumer Zeit das Qualmen in der Öffentlichkeit tabu. In Frankreich ist seitdem die Anzahl der Herzinfarkte um 15 Prozent gesunken, so die Europäische Gesellschaft für Kardiologie. In Italien und Schottland sind ähnliche Beobachtungen gemacht worden. In Rom zum Beispiel sank die Zahl der akuten Infarkte um 11,2 Prozent. Und in Schottland verringerte sich die Anzahl der Herzinfarkte unter den Rauchern um 17 Prozent, unter den Nichtrauchern sogar um 20 Prozent. Was in Italien und Frankreich beim öffentlichen Rauchen alltäglich ist, das sollte auch bei uns durchaus - ohne große Fragen - möglich sein. Niemand will den Rauchern ihre Gewohnheit verbieten. Wer nachdenkt, der darf aber eine Verbeugung vor den bewiesenen Tatsachen erwarten - sprich vor der Vernunft.
05.03.2008
Von Jürgen Dieter Ueckert
Dir einen Kuss geben? Da könnte ich ja auch gleich einen nicht ausgewaschenen Aschenbecher ausschlecken. Brüllte die resolute Blondine - in einem ironischen Antiraucher-Filmchen. So wird plump gegen das Rauchen Front gemacht. Fast in Westeuropa ist seit geraumer Zeit das Qualmen in der Öffentlichkeit tabu. In Frankreich ist seitdem die Anzahl der Herzinfarkte um 15 Prozent gesunken, so die Europäische Gesellschaft für Kardiologie. In Italien und Schottland sind ähnliche Beobachtungen gemacht worden. In Rom zum Beispiel sank die Zahl der akuten Infarkte um 11,2 Prozent. Und in Schottland verringerte sich die Anzahl der Herzinfarkte unter den Rauchern um 17 Prozent, unter den Nichtrauchern sogar um 20 Prozent. Was in Italien und Frankreich beim öffentlichen Rauchen alltäglich ist, das sollte auch bei uns durchaus - ohne große Fragen - möglich sein. Niemand will den Rauchern ihre Gewohnheit verbieten. Wer nachdenkt, der darf aber eine Verbeugung vor den bewiesenen Tatsachen erwarten - sprich vor der Vernunft.
05.03.2008
Sonntag, 8. März 2009
echo am Morgen
Guten Morgen,
ich liebe das englische Königshaus. Nicht falsch verstanden – ich liebe mein Vaterland als Republik und wünsche mir kein gekröntes Haupt als erster Diener des Staats. Ich liebe die Windsors wie Bonanza, Dallas oder Denver. Mit dem Unterschied – die Royal Family ist echt und liefert eine Show, wie es ein spießiges Bürger-Leben kaum liefert. Elizabeth und Philipp bieten seit mehr 50 Jahren ein Stück, das kein noch so begabter Autor sich ausdenken kann. Charles und Diana müssten für ihre Kapriolen heute noch Gage bekommen. Oder gar ihre Kinder William und Harry – die Krönung. Besonders Harry: wild, direkt, trinkfreudig – wie halt ein junger Mann. Und als Soldat pflichtbewusst. Chapeau.
Jürgen Dieter Ueckert
02.03.2008
ich liebe das englische Königshaus. Nicht falsch verstanden – ich liebe mein Vaterland als Republik und wünsche mir kein gekröntes Haupt als erster Diener des Staats. Ich liebe die Windsors wie Bonanza, Dallas oder Denver. Mit dem Unterschied – die Royal Family ist echt und liefert eine Show, wie es ein spießiges Bürger-Leben kaum liefert. Elizabeth und Philipp bieten seit mehr 50 Jahren ein Stück, das kein noch so begabter Autor sich ausdenken kann. Charles und Diana müssten für ihre Kapriolen heute noch Gage bekommen. Oder gar ihre Kinder William und Harry – die Krönung. Besonders Harry: wild, direkt, trinkfreudig – wie halt ein junger Mann. Und als Soldat pflichtbewusst. Chapeau.
Jürgen Dieter Ueckert
02.03.2008
echo-Lot (27.02.2008)
Grüne Fühler
Von Jürgen Dieter Ueckert
Wegen des Schmusekurses zwischen SPD und Linke muss niemand mit dem Kopf wackeln oder gar Unverständliches murmeln. Der politische Wind in Deutschland weht heftig von links. Steuersünder, Gierige und andere Konjunktur-Ritter haben Wasser, ja ganze Bäche auf linke Mühlen geleitet. Klar, in der 80er Jahren gab es SPD-SED-Papiere, die der Ost-Diktatur einen guten Willen bescheinigten. Krude Gedanken - heute nachzulesen im Internet. Derweil arbeiten die "Bruder-Parteien" in rot-roten Koalitionen in Berlin und wie einst in Meck-Pomm zusammen - ohne große Kräche. Im leisen Funktionieren und "nicht unbedingt siegen", sondern an der Macht teilhaben sind die Ex-Kommunisten Meister. Rot-rot-grüne Mehrheiten in Westdeutschland: Hessen (49,2 Prozent) und Hamburg (50,1 Prozent). Ole von Beust versucht nun in Hamburg, Keile ins neue Lager-Denken zu treiben. Günther Oettinger, Ländles-Premier, hatte bei seiner letzten Regierungsbildung die Fühler in Richtung Grüne ausgestreckt. Die CDU-Basis signalisierte schlicht: Nein.
Von Jürgen Dieter Ueckert
Wegen des Schmusekurses zwischen SPD und Linke muss niemand mit dem Kopf wackeln oder gar Unverständliches murmeln. Der politische Wind in Deutschland weht heftig von links. Steuersünder, Gierige und andere Konjunktur-Ritter haben Wasser, ja ganze Bäche auf linke Mühlen geleitet. Klar, in der 80er Jahren gab es SPD-SED-Papiere, die der Ost-Diktatur einen guten Willen bescheinigten. Krude Gedanken - heute nachzulesen im Internet. Derweil arbeiten die "Bruder-Parteien" in rot-roten Koalitionen in Berlin und wie einst in Meck-Pomm zusammen - ohne große Kräche. Im leisen Funktionieren und "nicht unbedingt siegen", sondern an der Macht teilhaben sind die Ex-Kommunisten Meister. Rot-rot-grüne Mehrheiten in Westdeutschland: Hessen (49,2 Prozent) und Hamburg (50,1 Prozent). Ole von Beust versucht nun in Hamburg, Keile ins neue Lager-Denken zu treiben. Günther Oettinger, Ländles-Premier, hatte bei seiner letzten Regierungsbildung die Fühler in Richtung Grüne ausgestreckt. Die CDU-Basis signalisierte schlicht: Nein.
echo am Morgen (24.02.2008)
Guten Morgen,
erotische oder gar sexuelle Techtelmechtel haben in den puritanischen USA gerade Konjunktur – zum Beispiel bei den Kandidaten der Präsidenten-Vorwahlen. Kein Kandidat schenkt den anderen etwas. Schlammschlachten nennen wir das einfach mal, was bei den Demokraten und Republikanern gespielt wird. Der Wahlkampf in Hamburg war dagegen wie ein Fairplay-Kartenspiel beim Jungfern-Kaffeekränzchen – zivilisiert und hanseatisch. Ohne Lebenspartner auf Plakaten und schmierige Parolen. Heute muss noch an der Elbe die Frage beantwortet werden: Wird mit dieser Wahl das Land politisch röter? Und ob der geborene Hanseat Ole von Beust oder Michael Naumann Bürgermeister wird.
Jürgen Dieter Ueckert
erotische oder gar sexuelle Techtelmechtel haben in den puritanischen USA gerade Konjunktur – zum Beispiel bei den Kandidaten der Präsidenten-Vorwahlen. Kein Kandidat schenkt den anderen etwas. Schlammschlachten nennen wir das einfach mal, was bei den Demokraten und Republikanern gespielt wird. Der Wahlkampf in Hamburg war dagegen wie ein Fairplay-Kartenspiel beim Jungfern-Kaffeekränzchen – zivilisiert und hanseatisch. Ohne Lebenspartner auf Plakaten und schmierige Parolen. Heute muss noch an der Elbe die Frage beantwortet werden: Wird mit dieser Wahl das Land politisch röter? Und ob der geborene Hanseat Ole von Beust oder Michael Naumann Bürgermeister wird.
Jürgen Dieter Ueckert
echo-Lot (20.02.2008)
Nur erstaunt
Von Jürgen Dieter Ueckert
Wir alle müssen uns an Gesetze halten. Eine Binsenweisheit. Aber Wirtschaftsführer in Deutschland müssen wissen, dass ihr Fehlverhalten besonders ausschlachtet, warnt der ehemaligie Industrie-Präsident Hans-Olaf Henkel - und bemerkt lakonisch: Ein wegen Steuerhinterziehung verurteilte Wirtschaftslenker ist deshalb auch zu Recht weg vom Fenster. Ein verurteilter Tennisspieler, Sänger oder Moderator komischerweise nicht. Anders als beim Spion. Ich liebe den Verrat, soll der englische Staatsmann Churchill gesagt haben, aber ich verachte den Verräter. Ob der Liechtensteiner Banker, der seine brisanten Informationen über deutsche Steuersünder an den BND verkaufte, mit seinen 4,2 oder 5 Millionen Euro glücklich wird, das wird sich zeigen. Nebenbei: Glücklich wird hoffentlich der Familienvater aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der Anfang Februar 18,9 Millionen Euro im Lotto gewann. Brieflich wurde der Glückspilz jetzt informiert: "Ich dachte, hier will mich jemand auf den Arm nehmen." - So denken jetzt auch viele reiche Steuersünder.
Von Jürgen Dieter Ueckert
Wir alle müssen uns an Gesetze halten. Eine Binsenweisheit. Aber Wirtschaftsführer in Deutschland müssen wissen, dass ihr Fehlverhalten besonders ausschlachtet, warnt der ehemaligie Industrie-Präsident Hans-Olaf Henkel - und bemerkt lakonisch: Ein wegen Steuerhinterziehung verurteilte Wirtschaftslenker ist deshalb auch zu Recht weg vom Fenster. Ein verurteilter Tennisspieler, Sänger oder Moderator komischerweise nicht. Anders als beim Spion. Ich liebe den Verrat, soll der englische Staatsmann Churchill gesagt haben, aber ich verachte den Verräter. Ob der Liechtensteiner Banker, der seine brisanten Informationen über deutsche Steuersünder an den BND verkaufte, mit seinen 4,2 oder 5 Millionen Euro glücklich wird, das wird sich zeigen. Nebenbei: Glücklich wird hoffentlich der Familienvater aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der Anfang Februar 18,9 Millionen Euro im Lotto gewann. Brieflich wurde der Glückspilz jetzt informiert: "Ich dachte, hier will mich jemand auf den Arm nehmen." - So denken jetzt auch viele reiche Steuersünder.
echo am Morgen (17.02.2008)
Guten Morgen,
warum brummt im Moment die deutsche Wirtschaft? Weil unsere Arbeitnehmer so fleißig sind? Die Gewerkschaften sind dieser Ansicht – und fordern einen kräftigen Nachschlag beim Lohn. Nach dem Motto: Der deutsche Aufschwung darf nicht nur ein Aufschwung der Manager und Aktienbesitzer sein. Bei aller aufgeregten Euphorie ist jetzt unter Vernünftigen und klugen Wirtschaftskapitänen Augenmaß gefordert. Dass einige der Manager jetzt als Versager am Pranger stehen, das ist ein Signal der Unmoral. Wenn Teile von Eliten in Politik und Wirtschaft sich als gierig, machtgeil und korrupt herausstellen, dann ist was faul im Staate D. – denn der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.
Jürgen Dieter Ueckert
warum brummt im Moment die deutsche Wirtschaft? Weil unsere Arbeitnehmer so fleißig sind? Die Gewerkschaften sind dieser Ansicht – und fordern einen kräftigen Nachschlag beim Lohn. Nach dem Motto: Der deutsche Aufschwung darf nicht nur ein Aufschwung der Manager und Aktienbesitzer sein. Bei aller aufgeregten Euphorie ist jetzt unter Vernünftigen und klugen Wirtschaftskapitänen Augenmaß gefordert. Dass einige der Manager jetzt als Versager am Pranger stehen, das ist ein Signal der Unmoral. Wenn Teile von Eliten in Politik und Wirtschaft sich als gierig, machtgeil und korrupt herausstellen, dann ist was faul im Staate D. – denn der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.
Jürgen Dieter Ueckert
echo-Lot (13.02.2008)
Auf der Suche
Von Jürgen Dieter Ueckert
Viele Menschen träumen - nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Weil die Realität so grausam und hart ist. Manche Bürgerstöchter konnten sich im 19. Jahrhhundert so etwas erlauben. Sie mussten im Haus weder putzen noch beim Waschen helfen oder einkaufen. Blass und leidend guckten sie traurig in die Landschaft. Warum? Sie lasen tagelang und nächtens romantische Ritterromane oder andere Schmonzetten. Und wurden selbst Literatur - als verdörrte Jungfern, die böse auf die Welt schimpften. Durch die schöne Literatur hatten sie das pralle Leben vergessen. Wie heute viele Menschen glauben, das Leben sei so wie in der Glotze. Guter Geschmack sei, sich zu kleiden, zu benehmen oder zu sprechen wie Schauspieler, Models oder Schiffschaukelbremser. Natürlich einen Mann zu heiraten, der ausschaut wie Brad Pitt - oder eine Frau wie Madonna. Getrauert wird, wenn das Idol tot ist. Kennen Sie solche Typen, die aus Charakter-, Aussehens- und Gedanken-Teilen zusammengesetzt sind? Ständig auf der Suche nach dem verlorernen Ich.
Von Jürgen Dieter Ueckert
Viele Menschen träumen - nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Weil die Realität so grausam und hart ist. Manche Bürgerstöchter konnten sich im 19. Jahrhhundert so etwas erlauben. Sie mussten im Haus weder putzen noch beim Waschen helfen oder einkaufen. Blass und leidend guckten sie traurig in die Landschaft. Warum? Sie lasen tagelang und nächtens romantische Ritterromane oder andere Schmonzetten. Und wurden selbst Literatur - als verdörrte Jungfern, die böse auf die Welt schimpften. Durch die schöne Literatur hatten sie das pralle Leben vergessen. Wie heute viele Menschen glauben, das Leben sei so wie in der Glotze. Guter Geschmack sei, sich zu kleiden, zu benehmen oder zu sprechen wie Schauspieler, Models oder Schiffschaukelbremser. Natürlich einen Mann zu heiraten, der ausschaut wie Brad Pitt - oder eine Frau wie Madonna. Getrauert wird, wenn das Idol tot ist. Kennen Sie solche Typen, die aus Charakter-, Aussehens- und Gedanken-Teilen zusammengesetzt sind? Ständig auf der Suche nach dem verlorernen Ich.
echo am Morgen (10.02.2008)
Guten Morgen,
stellen Sie sich vor: ein katholischer oder evangelischer Bischof würde in einem Interview fordern, Teile der Scharia (islamisches Recht) ins deutsche Rechtssystem aufzunehmen. Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche, Rowan Williams (Erzbischof von Canterbury) forderte das. Scharia bedeutet auch: Steinigungen, Auspeitschen, Todesstrafe für die Abkehr vom Glauben, für Homosexualität, Ehebruch, etc. Ein wenig Scharia gibt es nicht – wie auch nicht ein wenig Schwangerschaft. Die Scharia regelt das ganze Leben. Den Muslimen bei uns sollten wir helfen, dass sie sich erfolgreich in unser Rechtssystem integrieren. Wir sollten uns aber nicht zu Toleranztrotteln machen.
Jürgen Dieter Ueckert
stellen Sie sich vor: ein katholischer oder evangelischer Bischof würde in einem Interview fordern, Teile der Scharia (islamisches Recht) ins deutsche Rechtssystem aufzunehmen. Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche, Rowan Williams (Erzbischof von Canterbury) forderte das. Scharia bedeutet auch: Steinigungen, Auspeitschen, Todesstrafe für die Abkehr vom Glauben, für Homosexualität, Ehebruch, etc. Ein wenig Scharia gibt es nicht – wie auch nicht ein wenig Schwangerschaft. Die Scharia regelt das ganze Leben. Den Muslimen bei uns sollten wir helfen, dass sie sich erfolgreich in unser Rechtssystem integrieren. Wir sollten uns aber nicht zu Toleranztrotteln machen.
Jürgen Dieter Ueckert
echo am Lot (06.02.2008)
Locker fasten
Von Jürgen Dieter Ueckert
Die Zeiten der Völlerei, des närrischen Hopsens und wilden Feierns wie des täglichen Alkoholtrinkens sind bis Ostern vorbei. Fasten ist vierzig Tage angesagt - für jene, die wollen. Kein Fleisch, kein Alkohol - und alles mäßig tun. Der Körper soll den Winterspeck verlieren, der jetzt zwickt, kneift und zwackt um die Hüften. Nun ist Erholung und Entschlackung angesagt - zur Vorbereitung auf den Frühling. Viel Wasser ist das Gebot. Von Innen und Außen. Dazu viel Bewegung - denn im Wald und auf der Heide verliert man Schweiß durch Kraft und Freude. In unserer Gegend wird die flache Heide durch Weinberge ersetzt. Wichtig: Abnehmen in der Sauna, das ist ein uraltes Märchen. Sauna ist auch kein Ort für Glotzer. Dafür gibt es Peepshows, Striptease-Bars, Fernsehen oder das Internet. Sauna ist zur Erholung und Gesundheit da: Einfach sauber waschen (an allen Stellen), in der heißen Kabine ruhig sitzen oder liegen, eine Viertelstunde schwitzen, kalt duschen - und das Ganze drei- bis viermal. So werden die alten Geister locker vertrieben.
Von Jürgen Dieter Ueckert
Die Zeiten der Völlerei, des närrischen Hopsens und wilden Feierns wie des täglichen Alkoholtrinkens sind bis Ostern vorbei. Fasten ist vierzig Tage angesagt - für jene, die wollen. Kein Fleisch, kein Alkohol - und alles mäßig tun. Der Körper soll den Winterspeck verlieren, der jetzt zwickt, kneift und zwackt um die Hüften. Nun ist Erholung und Entschlackung angesagt - zur Vorbereitung auf den Frühling. Viel Wasser ist das Gebot. Von Innen und Außen. Dazu viel Bewegung - denn im Wald und auf der Heide verliert man Schweiß durch Kraft und Freude. In unserer Gegend wird die flache Heide durch Weinberge ersetzt. Wichtig: Abnehmen in der Sauna, das ist ein uraltes Märchen. Sauna ist auch kein Ort für Glotzer. Dafür gibt es Peepshows, Striptease-Bars, Fernsehen oder das Internet. Sauna ist zur Erholung und Gesundheit da: Einfach sauber waschen (an allen Stellen), in der heißen Kabine ruhig sitzen oder liegen, eine Viertelstunde schwitzen, kalt duschen - und das Ganze drei- bis viermal. So werden die alten Geister locker vertrieben.
echo am Morgen (03.02.2008)
Guten Morgen,
in der närrischen Hochsaison 2008 ist dieses Wochenende sowas wie eine heiße Kurve. Danach geht's morgen am Rosenmontag an die Gerade und schließlich ins Ziel - Faschingsdienstag. Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei. Und zuvor noch dies - alle mal zuhören: "Aber Herr Ober, der Kaffee ist ja kalt!" - "Gut, dass Sie mir das sagen, mein Herr! Eiskaffee kostet nämlich einen Euro mehr!" - Noch einer? Bitte: Hänschen: "Du, Papi, warum steht auf den Siegessäulen immer eine Frau?" Seufzt der Vater: "Das begreifst du erst, wenn du verheiratest bist." - Und zum Schluss: Fragt der Lehrer: "Was ist das schönste, was uns die Chemie geschenkt hat?" Schüler: "Blondinen!"
Jürgen Dieter Ueckert
in der närrischen Hochsaison 2008 ist dieses Wochenende sowas wie eine heiße Kurve. Danach geht's morgen am Rosenmontag an die Gerade und schließlich ins Ziel - Faschingsdienstag. Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei. Und zuvor noch dies - alle mal zuhören: "Aber Herr Ober, der Kaffee ist ja kalt!" - "Gut, dass Sie mir das sagen, mein Herr! Eiskaffee kostet nämlich einen Euro mehr!" - Noch einer? Bitte: Hänschen: "Du, Papi, warum steht auf den Siegessäulen immer eine Frau?" Seufzt der Vater: "Das begreifst du erst, wenn du verheiratest bist." - Und zum Schluss: Fragt der Lehrer: "Was ist das schönste, was uns die Chemie geschenkt hat?" Schüler: "Blondinen!"
Jürgen Dieter Ueckert
echo-Lot (30.01.2008)
Rote Schamfrist
Von Jürgen Dieter Ueckert
In Hessen müssten die beiden Spitzenkandidaten Roland Koch (CDU) und Andreas Ypsilanti (SPD) eigentlich zurücktreten - wenn man die Verhältnisse nach der Landtagswahl am Sonntag betrachtet. Denn beide haben ihr Ziel, eine Regierungsmehrheit zu bilden, nicht erreicht. Aber wir leben in Deutschland. Im Wahlkampf und jetzt bei der Regierungsbildung in Niedersachsen und Hessen stehen sich zwei Lager gegenüber: der bürgerliche Block (aus CDU und FDP) und das linke Lager (aus SPD, Grüne und Linke). Im Norden stehen Bürgerliche mit 50,7 Prozent und Linke mit 45,4 Prozent gegenüber. Und in Hessen: 46,2 Prozent CDU/FDP gegenüber 49,3 Prozent SPD/Grüne/Linke. Damit dürfte alles klar sein: In Niedersachsen regiert der CDU-Mann Christian Wulff, und in Hessen regiert Andrea Ypsilanti mit einer rot-rot-grünen Koalition. In Hessen ziert die SPD sich mit den Linken - und die Grünen auch. Obwohl in Berlin und Meck-Pomm rot-rote Bündnisse funktionier(t)en. Warten wir die rote Schamfrist ab - oder andere seltsame Möglichkeiten.
Von Jürgen Dieter Ueckert
In Hessen müssten die beiden Spitzenkandidaten Roland Koch (CDU) und Andreas Ypsilanti (SPD) eigentlich zurücktreten - wenn man die Verhältnisse nach der Landtagswahl am Sonntag betrachtet. Denn beide haben ihr Ziel, eine Regierungsmehrheit zu bilden, nicht erreicht. Aber wir leben in Deutschland. Im Wahlkampf und jetzt bei der Regierungsbildung in Niedersachsen und Hessen stehen sich zwei Lager gegenüber: der bürgerliche Block (aus CDU und FDP) und das linke Lager (aus SPD, Grüne und Linke). Im Norden stehen Bürgerliche mit 50,7 Prozent und Linke mit 45,4 Prozent gegenüber. Und in Hessen: 46,2 Prozent CDU/FDP gegenüber 49,3 Prozent SPD/Grüne/Linke. Damit dürfte alles klar sein: In Niedersachsen regiert der CDU-Mann Christian Wulff, und in Hessen regiert Andrea Ypsilanti mit einer rot-rot-grünen Koalition. In Hessen ziert die SPD sich mit den Linken - und die Grünen auch. Obwohl in Berlin und Meck-Pomm rot-rote Bündnisse funktionier(t)en. Warten wir die rote Schamfrist ab - oder andere seltsame Möglichkeiten.
echo am Morgen (27.01.2008)
Guten Morgen,
bei der letzten Bundestagswahl waren sich sowohl Union als auch Sozialdemokraten sicher: Sie glaubten, sie hätten den Sieg schon in der Tasche. Selbst am Abend bei der Elefantenrundemussten Journalisten dem Kanzler deutlich machen, dass die beiden großen Parteien mit ihren jeweils um die 35 Prozent nicht als glänzende Sieger auftrumpfen können. Nur Angela Merkel blieb nüchtern – bei so manchem siegestrunkenen Macho. Heute, bei den Wahlen in Hessen und Niedersachsen, müssen die CDU-Ministerpräsidenten Koch und Wulff ihre Mehrheit verteidigen – gegen eine angriffslustige Opposition. Beim Aufschwung fordern viele Menschen ihren Anteil – und viele Politiker versprechen ...
Jürgen Dieter Ueckert
bei der letzten Bundestagswahl waren sich sowohl Union als auch Sozialdemokraten sicher: Sie glaubten, sie hätten den Sieg schon in der Tasche. Selbst am Abend bei der Elefantenrundemussten Journalisten dem Kanzler deutlich machen, dass die beiden großen Parteien mit ihren jeweils um die 35 Prozent nicht als glänzende Sieger auftrumpfen können. Nur Angela Merkel blieb nüchtern – bei so manchem siegestrunkenen Macho. Heute, bei den Wahlen in Hessen und Niedersachsen, müssen die CDU-Ministerpräsidenten Koch und Wulff ihre Mehrheit verteidigen – gegen eine angriffslustige Opposition. Beim Aufschwung fordern viele Menschen ihren Anteil – und viele Politiker versprechen ...
Jürgen Dieter Ueckert
echo-Lot ( 23.01.2008)
Gier frisst Hirn
Von Jürgen Dieter Ueckert
Die Rezessionsangst hält weltweit die Börsen in Atem. Panikartige Stimmung allüberall. Und die deutsche Politik? Der Bundeswirtschaftsminster erklärt, dass es keinen Grund zur Sorge in Deutschland gebe. Dabei vernehmen wir seit Monaten nahezu täglich Horror-Meldungen von der Immobolienkrise in den USA. Schätzungen gingen davon aus, dass die Banken weltweit durch diese Immobilienkrise 300 Milliarden Dollar verloren hätten. Auch deutsche Kreditinstitute, vor allem öffentlich-rechtliche Landesbanken, haben in den Vereinigten Staaten mit Geldern deutscher Sparer spekuliert. Und kräftig verloren. Jetzt kommt dazu, dass die Angst vor einer von den USA ausgehenden Rezession die Finanzwelt in Panik versetzt. Wie ein Tsunami schockt diese Angst wellenartig die Börsen. Gier hatte die Hirne mancher Finanz-Künstler und Banker angefressen - wie jene anderer Leute beim Thema Geld auch. Es gibt keine Anzeichen für eine Rezession in Deutschland, so die Bundeskanzlerin. Ihr Wort in den Ohren der Wirtschaftsbosse ...
Von Jürgen Dieter Ueckert
Die Rezessionsangst hält weltweit die Börsen in Atem. Panikartige Stimmung allüberall. Und die deutsche Politik? Der Bundeswirtschaftsminster erklärt, dass es keinen Grund zur Sorge in Deutschland gebe. Dabei vernehmen wir seit Monaten nahezu täglich Horror-Meldungen von der Immobolienkrise in den USA. Schätzungen gingen davon aus, dass die Banken weltweit durch diese Immobilienkrise 300 Milliarden Dollar verloren hätten. Auch deutsche Kreditinstitute, vor allem öffentlich-rechtliche Landesbanken, haben in den Vereinigten Staaten mit Geldern deutscher Sparer spekuliert. Und kräftig verloren. Jetzt kommt dazu, dass die Angst vor einer von den USA ausgehenden Rezession die Finanzwelt in Panik versetzt. Wie ein Tsunami schockt diese Angst wellenartig die Börsen. Gier hatte die Hirne mancher Finanz-Künstler und Banker angefressen - wie jene anderer Leute beim Thema Geld auch. Es gibt keine Anzeichen für eine Rezession in Deutschland, so die Bundeskanzlerin. Ihr Wort in den Ohren der Wirtschaftsbosse ...
echo am Morgen (20.01.2008)
Guten Morgen,
bei der Wahl in Niedersachsen und Hessen wird jeweils ein neues Parlament gewählt. Die Parteien tun so, als ob das Volk einen Regierungschef küre. Manche Kandidaten erzählen in ihren Propaganda-Heftchen, wie nett und lieb ihr Hund, ihre Kinder und ihre Frau/Freundin sei. Als ob Wähler bei der Verwandtschaft auch noch ein Kreuzchen machen müssten. Gerhard Schröder, SPD-Ex-Kanzler, wunderte sich, dass das Volk sich an seine Ex-Frau erinnerte, obwohl er gerade die neue präsentierte. Christan Wulff, CDU-Ministerpräsident, moralisierte damals - und wundert sich jetzt, dass Wähler darüber sprechen, dass er Ehefrau und schwangere Geliebte besitze. Und das ist Wahlkampf?
Jürgen Dieter Ueckert
bei der Wahl in Niedersachsen und Hessen wird jeweils ein neues Parlament gewählt. Die Parteien tun so, als ob das Volk einen Regierungschef küre. Manche Kandidaten erzählen in ihren Propaganda-Heftchen, wie nett und lieb ihr Hund, ihre Kinder und ihre Frau/Freundin sei. Als ob Wähler bei der Verwandtschaft auch noch ein Kreuzchen machen müssten. Gerhard Schröder, SPD-Ex-Kanzler, wunderte sich, dass das Volk sich an seine Ex-Frau erinnerte, obwohl er gerade die neue präsentierte. Christan Wulff, CDU-Ministerpräsident, moralisierte damals - und wundert sich jetzt, dass Wähler darüber sprechen, dass er Ehefrau und schwangere Geliebte besitze. Und das ist Wahlkampf?
Jürgen Dieter Ueckert
echo-Lot (16.01.2008)
Spannend
Von Jürgen Dieter Ueckert
Erinnern Sie sich noch? Auch im Jahre 1997 gab es Wahlkämpfe in Deutschland. Und Gerhard Schröder, damals noch nicht unterwegs als Vertreter eines russischen Konzerns in Deutschland und Europa, hatte dicke Pflöcke reingehauen. Wer bei uns das Gastrecht missbrauche, so der damalige niedersächsische Ministerpräsident Schröder, "für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell". Der rotgrüne Bundeskanzler Schröder hat dann erleben müssen, dass in deutschen Landen nicht so schnell abgeschoben - oder gar rausgeschmissen wird, wer in Deutschland als Ausländer kriminell aufgefallen ist. Unser Land ist ein Rechtsstaat. Justiz und Polizei sind an Gesetze gebunden. Und unsere Richter sind unabhängig. Da können Politiker in Wahlkämpfen erzählen oder fordern, was immer sie wollen. Komisch nur, dass Schröder jetzt Roland Koch, hessischer Ministerpräsident, verbal heftig angreift. Weil der härtere Strafen für jugendliche Kriminelle fordert. Am 27. Januar wird in Hessen und Niedersachsen gewählt. Spannend.
Von Jürgen Dieter Ueckert
Erinnern Sie sich noch? Auch im Jahre 1997 gab es Wahlkämpfe in Deutschland. Und Gerhard Schröder, damals noch nicht unterwegs als Vertreter eines russischen Konzerns in Deutschland und Europa, hatte dicke Pflöcke reingehauen. Wer bei uns das Gastrecht missbrauche, so der damalige niedersächsische Ministerpräsident Schröder, "für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell". Der rotgrüne Bundeskanzler Schröder hat dann erleben müssen, dass in deutschen Landen nicht so schnell abgeschoben - oder gar rausgeschmissen wird, wer in Deutschland als Ausländer kriminell aufgefallen ist. Unser Land ist ein Rechtsstaat. Justiz und Polizei sind an Gesetze gebunden. Und unsere Richter sind unabhängig. Da können Politiker in Wahlkämpfen erzählen oder fordern, was immer sie wollen. Komisch nur, dass Schröder jetzt Roland Koch, hessischer Ministerpräsident, verbal heftig angreift. Weil der härtere Strafen für jugendliche Kriminelle fordert. Am 27. Januar wird in Hessen und Niedersachsen gewählt. Spannend.
echo am Morgen ( 13.01.2008)
Guten Morgen,
die große Mehrheit der In- und Ausländer in Deutschland sind keine kriminellen Zeitgenossen. Eine Binsenweisheit. Bloß eine kleine Minderheit hat Schwierigkeiten mit Polizei, Staatsanwalt und Gerichten. Junge Ausländer mit kriminellem Hintergrund, in der Mehrheit männlichen Geschlechts, sind momentan in der Diskussion. Durch Vorfälle in einigen Städten Deutschlands - siehe München, Frankfurt und Heilbronn. Jugendliche sind erwischt worden, wie sie brutale Verbrechen begangen haben. Ohne Anlass schlugen sie brutal auf Rentner ein. Die Forderung lautet: null Toleranz gegen Gewalt. Mit allen rechtsstaatlichen Mitteln muss jetzt der Staat reagieren - denn er allein hat das Gewaltmonopol.
Jürgen Dieter Ueckert
die große Mehrheit der In- und Ausländer in Deutschland sind keine kriminellen Zeitgenossen. Eine Binsenweisheit. Bloß eine kleine Minderheit hat Schwierigkeiten mit Polizei, Staatsanwalt und Gerichten. Junge Ausländer mit kriminellem Hintergrund, in der Mehrheit männlichen Geschlechts, sind momentan in der Diskussion. Durch Vorfälle in einigen Städten Deutschlands - siehe München, Frankfurt und Heilbronn. Jugendliche sind erwischt worden, wie sie brutale Verbrechen begangen haben. Ohne Anlass schlugen sie brutal auf Rentner ein. Die Forderung lautet: null Toleranz gegen Gewalt. Mit allen rechtsstaatlichen Mitteln muss jetzt der Staat reagieren - denn er allein hat das Gewaltmonopol.
Jürgen Dieter Ueckert
echo-Lot (09.01.2008)
Weniger Schaum
Von Jürgen Dieter Ueckert
Es ist Wahlkampf. Nicht in ganz Deutschland, sondern nur in Hamburg, Hessen und Niedersachsen. Dass wenige jugendliche Ausländer als Kriminelle bei uns auffallen, das ist bei Justiz, Polizei und Politik bekannt. Die jungen Schläger in München, deren kriminelle Taten jetzt diskutiert werden, sind durchsichtiges Mittel für manche deutsche Parteien, sich gegenseitig zu beschimpfen. Damit wird nur deutlich: Niemand hat ein schnelles und wirksames Mittel gegen diese kriminellen Täter parat. Reichlich unheimlich, wie sich ansonsten vernünftige Menschen wie keifende Waschweiber öffentlich beschimpfen - nur um des vermeintlichen Vorteils weniger Prozentpunkte willen. Dabei ist es ganz sinnvoll, nur gemeinsam nachzudenken, um in Verhandlungen zu Entscheidungen kommen, die praktikabel sind. Den alle Gruppen beglückenden Plan, das Böse auf der Welt zu bannen, den gibt es nirgendwo. SPD, CDU, Zentralrat der Juden oder andere Mitstreiter, die meinen, etwas Wichtiges zu sagen: Weniger Schaum bitte, mehr Substanz in den Worten.
Von Jürgen Dieter Ueckert
Es ist Wahlkampf. Nicht in ganz Deutschland, sondern nur in Hamburg, Hessen und Niedersachsen. Dass wenige jugendliche Ausländer als Kriminelle bei uns auffallen, das ist bei Justiz, Polizei und Politik bekannt. Die jungen Schläger in München, deren kriminelle Taten jetzt diskutiert werden, sind durchsichtiges Mittel für manche deutsche Parteien, sich gegenseitig zu beschimpfen. Damit wird nur deutlich: Niemand hat ein schnelles und wirksames Mittel gegen diese kriminellen Täter parat. Reichlich unheimlich, wie sich ansonsten vernünftige Menschen wie keifende Waschweiber öffentlich beschimpfen - nur um des vermeintlichen Vorteils weniger Prozentpunkte willen. Dabei ist es ganz sinnvoll, nur gemeinsam nachzudenken, um in Verhandlungen zu Entscheidungen kommen, die praktikabel sind. Den alle Gruppen beglückenden Plan, das Böse auf der Welt zu bannen, den gibt es nirgendwo. SPD, CDU, Zentralrat der Juden oder andere Mitstreiter, die meinen, etwas Wichtiges zu sagen: Weniger Schaum bitte, mehr Substanz in den Worten.
echo am Morgen (06.01.2008)
Guten Morgen,
am 6. Januar purzeln manche Bräuche nur so durcheinander. Die katholische Kirche und Gläubigen feiern der Dreikönigstag. Die Tradition will, dass über die Türpfosten mit Kreide das Zeichen "20 C+M+B 08" geschrieben wird. Die vier Ziffern stehen für das neue Jahr - die Buchstaben für die Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Anders übersetzt heißt es aber auch: Christus segne diese Bleibe. Mit diesem Tag beginnt dazu die schwäbisch-alemannische Fasnet, früher sogar das neue Jahr. Mancherorts wird ein Starkbier gebraut, damit die Leut' im neuen Jahr ihre Stärke wieder bekommen. Das hoffen auch die deutschen Liberalen - in Stuttgart bei ihrem Dreikönigstreffen.
Jürgen Dieter Ueckert
am 6. Januar purzeln manche Bräuche nur so durcheinander. Die katholische Kirche und Gläubigen feiern der Dreikönigstag. Die Tradition will, dass über die Türpfosten mit Kreide das Zeichen "20 C+M+B 08" geschrieben wird. Die vier Ziffern stehen für das neue Jahr - die Buchstaben für die Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Anders übersetzt heißt es aber auch: Christus segne diese Bleibe. Mit diesem Tag beginnt dazu die schwäbisch-alemannische Fasnet, früher sogar das neue Jahr. Mancherorts wird ein Starkbier gebraut, damit die Leut' im neuen Jahr ihre Stärke wieder bekommen. Das hoffen auch die deutschen Liberalen - in Stuttgart bei ihrem Dreikönigstreffen.
Jürgen Dieter Ueckert
echo-Lot (02.01.2008)
Gute Vorsätze
Von Jürgen Dieter Ueckert
Haben Sie sich schon umgeschaut - im neuen Jahr 2008? Hat sich was verändert - bei ihren Kindern, den Nachbarn? Oder ist alles so wie im letzten Jahr 2007? Haben Sie einige Ihrer edlen Vorsätze, die in einer Gute-Mensch-Laune verfasst wurden, in die schnöde Realität umgesetzt? Zum Beispiel schon mit dem Rauchen aufgehört? Mehr Sport getrieben - zum Beispiel täglich dreißig Minuten gejoggt? Oder wenigstens eine Stunde spazieren gegangen? Aber verschoben ist nicht aufgehoben. Wenn das Wetter irgendwann wieder weniger winterlich kalt ist, freundlicher und wärmer - dann, dann ist es vielleicht ... Es ist selten zu spät, um neu zu beginnen. Heute zum Beispiel, Mittwoch, 2. Januar 2008. Etwa - kein Alkohol bis Ostern. Oder wenigstens nur einmal pro Woche nur ein Viertele. Und wenn es mit dem Nichtrauchen nicht klappt, trotz Vorsatz, dann wenigstens nur eine Kippe pro Tag. Wie heißt es so schön: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen geplastert. Besser ist deshalb: Was gut begonnen wurde, ist schon halb getan.
Von Jürgen Dieter Ueckert
Haben Sie sich schon umgeschaut - im neuen Jahr 2008? Hat sich was verändert - bei ihren Kindern, den Nachbarn? Oder ist alles so wie im letzten Jahr 2007? Haben Sie einige Ihrer edlen Vorsätze, die in einer Gute-Mensch-Laune verfasst wurden, in die schnöde Realität umgesetzt? Zum Beispiel schon mit dem Rauchen aufgehört? Mehr Sport getrieben - zum Beispiel täglich dreißig Minuten gejoggt? Oder wenigstens eine Stunde spazieren gegangen? Aber verschoben ist nicht aufgehoben. Wenn das Wetter irgendwann wieder weniger winterlich kalt ist, freundlicher und wärmer - dann, dann ist es vielleicht ... Es ist selten zu spät, um neu zu beginnen. Heute zum Beispiel, Mittwoch, 2. Januar 2008. Etwa - kein Alkohol bis Ostern. Oder wenigstens nur einmal pro Woche nur ein Viertele. Und wenn es mit dem Nichtrauchen nicht klappt, trotz Vorsatz, dann wenigstens nur eine Kippe pro Tag. Wie heißt es so schön: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen geplastert. Besser ist deshalb: Was gut begonnen wurde, ist schon halb getan.
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