Weniger Schaum
Von Jürgen Dieter Ueckert
Es ist Wahlkampf. Nicht in ganz Deutschland, sondern nur in Hamburg, Hessen und Niedersachsen. Dass wenige jugendliche Ausländer als Kriminelle bei uns auffallen, das ist bei Justiz, Polizei und Politik bekannt. Die jungen Schläger in München, deren kriminelle Taten jetzt diskutiert werden, sind durchsichtiges Mittel für manche deutsche Parteien, sich gegenseitig zu beschimpfen. Damit wird nur deutlich: Niemand hat ein schnelles und wirksames Mittel gegen diese kriminellen Täter parat. Reichlich unheimlich, wie sich ansonsten vernünftige Menschen wie keifende Waschweiber öffentlich beschimpfen - nur um des vermeintlichen Vorteils weniger Prozentpunkte willen. Dabei ist es ganz sinnvoll, nur gemeinsam nachzudenken, um in Verhandlungen zu Entscheidungen kommen, die praktikabel sind. Den alle Gruppen beglückenden Plan, das Böse auf der Welt zu bannen, den gibt es nirgendwo. SPD, CDU, Zentralrat der Juden oder andere Mitstreiter, die meinen, etwas Wichtiges zu sagen: Weniger Schaum bitte, mehr Substanz in den Worten.
Sonntag, 8. März 2009
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